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Letzte Aktualisierung: 30.03.2017

GoPros - Die nützlichen Helferlein

27.12.2016 - 17:14

2013 kam mir die erste GoPro ins Haus, eine GoPro HD Hero 3. Interessant fand ich die kleinen Action Cams schon vorher. Wegen einer bevorstehenden Handseilbahnfahrt wollte ich dann aber auch endlich eine haben. Die Fahrt kam nicht zustande, aber ich hatte jetzt eine GoPro. Und ich hab sie erst einmal total untypisch als Urlaubskamera bei Kurzurlauben eingesetzt. Die 5D2 war dann nur zum Fotografieren verdammt und die kleine durfte alles aufnehmen. Und ich war überrascht von den Ergebnissen und der Bildqualität. Aufgrund der geringen Größe ist die Kleine auch total handlich, überhaupt nicht störend und daher einfach immer dabei.

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Stärken Out-of-the-box

Schon bei der Nutzung als Urlaubskamera bekommt man tolle Aufnahmen und neue Perspektiven durch das Unterwassergehäuse. Ich glaube es gibt bei Städtereisen keinen Brunnen, an dem ich vorbeigehen kann, ohne die Kamera durchs Wasser, den Brunnenstrahl und dann auf die ganze Szene zu richten/zu ziehen. Auch jede Poolparty und ähnliches profitiert von den tollen Aufnahmen. Zusätzlich kommt die weitere Stärke, nämlich die hohe Framerate voll zum Zuge. Kombiniert mit Wasser ergeben sich oft beeindruckende Effekte. Und natürlich bei allen schnellen Geschichten (Sport etc.) ist die Framerate klasse, führt sie doch zu super gleichmäßigen Zeitlupenaufnahmen. Framerate und Unterwasser sind also zwei Nutzungsmöglichkeiten, bei denen die GoPro echt neue Aufnahmen im Gegensatz zu einer DSLR oder ähnlichem ermöglicht. Toll.
Ebenfalls toll ist die Kombination mit einem günstigen Selfie-Stick. Damit aus einem Autofenster oder -dach gehalten, beim gehen in einer Gruppe von oben gefilmt u.ä. ergeben sich auch neue Perspektiven, die durchaus für überraschte Gesichter bei den Zuschauern im nachhinein sorgen.

Zusatznutzen

Bei mir steht seit letztem Jahr ein Quadrocopter mit einem Gimbal für GoPro's. Das ist klasse! Das ist wirklich toll und die Aufnahmen sind ... echt geil. Millionen derartiger Videos finden sich bereits auf YouTube. Einfach mal gucken, das ist besser als jede Beschreibung. Wer sich drauf einlässt, bekommt unvergleichliche Aufnahmen.

GoPro HD Hero 4

Die habe ich mir recht schnell zugelegt. Kaufentscheidend war die Fähigkeit 120fps in Full HD aufnehmen zu können. 4K in 24fps sind auch nicht schlecht, aber 4K will ich noch nicht verarbeiten. Leider schickt die Gopro 4 kein Live Bild mehr vom Copter zur Erde, wie es mit meiner GoPro 3 geht. Obwohl mein Display daran funktioniert. Mal sehen ob da noch etwas zu machen ist. Ansonsten wird erst einmal mit der GoPro 3 weitergeflogen. Eine Blackmagic Pocket Cinema Camera liegt hier auch schon bereit, aber ich bin mir noch nicht sicher ob ich einen Copter baue, der groß genug ist, diese so schön in die Luft zu bringen wie die GoPro's.

Den Kauf der GoPro 3 hab ich nie bereut, und die 4er sticht schon jetzt mit ihren Full HD Zeitlupen heraus. Die bleiben im Arsenal :-)

Nachteile

Nachteile sollen nicht verschiegen werden. Da sind die zahlreichen Auto-Modes, die in bestimmten Situationen total nützlich sind, manchmal aber auch stören. In der 4 kann ich wohl viel davon abschalten. Das kann gut sein. Die fixe Linse kann auch als Nachteil betrachtet werden wegen des damit verbundenen typischen GoPro Fisheye Looks. Dieser lässt sich durch einen Narrow Mode Betrieb kompensieren oder später per Software rausrechnen (igitt). Typisch GoPro bleibt es doch meistens. Schließlich sind die kurzen Akkulaufzeiten zu erwähnen. Diese stören, und ich gehe nie ohne 2-3 Ersatzakkus pro Tag aus dem Haus.
Da die genannten Nachteile zum großen Teil die Vorteile der kleinen erst ermöglichen, nehme ich persönlich sie gerne in Kauf.


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